Das Ehepaar Anna und Friedbert Klingelschmitt lebt in geordneten, gutbürgerlichen Verhältnissen. Anna arbeitet als Richterin und Friedbert als Staatsanwalt. Zu ihrer älteren, gelegentlich etwas verwirrten Nachbarin Jaqueline Bouchet haben sie ein entspanntes Verhältnis. Madame Bouchet hat allerdings die Angewohnheit, im unpassenden Moment zu klingeln und Dinge falsch aufzufassen. So auch an dem Wochenende, an dem Anna ihre Eltern besuchen will und Friedbert mit seinem Kumpel, dem Zahnarzt Horst Schottenheimer, essen gehen will.
Leider findet der gemeinsame Abend ein unrühmliches Ende, denn der angetrunkene Friedbert fährt einen ebenfalls angetrunkenen Passanten an. Da der Mann, möglicherweise ein Obdachloser, keine Verletzungen aufweist und Friedbert Angst um seinen guten Ruf hat, schafft er mit Hilfe seines Freundes Horst den „Penner“ kurzerhand in seine Wohnung und hofft, der möge am nächsten Morgen, sobald er seinen Rausch ausgeschlafen hat, wieder verschwunden sein. Doch so leicht lässt sich die Sache nicht vertuschen, denn Madame Bouchet, die vom nächtlichen Lärm aufgewacht ist, glaubt, einen Toten zu sehen und greift zum Telefon …
Anna Klingelschmitt
Richterin, Alter beliebig
Friedbert Klingelschmitt
ihr Ehemann, Staatsanwalt, etwa in Annas Alter
Jaqueline Bouchet
eine ältere Dame, aus Frankreich stammend, kann mit mehr oder weniger französischem Akzent sprechen
Horst Schottenheimer
Freund von Friedbert, Zahnarzt, Alter beliebig
Erwin Brinkmeier
Passant, Alter beliebig
Frank Rettich
Notarzt, Alter beliebig
Otto Kasulke
Klempner (dies Rolle hat nur einen Auftritt)
Nathalie Schubert
Freundin von Erwin Brinkmeier, Alter beliebig (diese Rolle hat nur einen Auftritt)
Hans-Otto Stumpenroth
ein älterer Mann (diese Rolle hat nur einen, dafür aber sehr temperamentvollen Auftritt)
Mögliche Doppelbesetzungen:
Frank Rettich und Otto Kasulke können vom gleichen Darsteller gespielt werden. Möglich ist außerdem, dass dieser Darsteller auch noch die Rolle von Hans-Otto Stumpenroth übernimmt.
Der Anteil der männlichen Rollen variiert somit von 4 bis 6.
Ein geschmackvoll eingerichtetes Wohnzimmer. Mindestens vier Türen: Eingangstür, Gästezimmer- und Schlafzimmertür. Wenn die Gäste- oder Schlafzimmertür geöffnet wird, sieht man Licht. Die vierte Tür ist eine Glastür, die auf den Balkon führt. Dahinter muss der Darsteller sichtbar sein. Der Abgang ins Bedezimmer kann ohne Tür möglich sein.
Anmerkung: Zu Beginn der 1. Szene trägt Friedbert eine Brille.
Besetzung:3w 4-6m Zeit:Gegenwart Erschienen bei:Deutscher Theaterverlag, Grabengasse 5, Postfach 200263, 69469 Weinheim Online bestellen:www.dtver.de E-Mail:theater@dtver.de