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Scheedte Lüüd

Originaltitel: Geschiedene Leute

Komödie von Bernd Kietzke. Ins Plattdeutsche übertragen von Heino Buerhoop

Zum Stück

Eigentlich ein gemütliches, kleines Café direkt gegenüber vom Familiengericht. Allein schon der Name raubt einem aber jegliche Illusion: Café Schluss-Strich! Hier wird die legendäre letzte Tasse Kaffee miteinander getrunken. Nach all den Jahren hat man sich zwar nichts mehr zu sagen, dafür aber umso mehr anzutun. Andere treffen sich zum Jahrestag der Trennung und sei es nur, um zu sehen, wie der/die andere jetzt vor die Hunde geht.

Es gibt aber auch die Zweifler, die den Glauben an die Ehe noch nicht ganz verloren haben. Eine Partner-Therapie bei Apfelkuchen und Cappuccino? Auch das! Die Wirtin und ihre neue Bedienung erleben alle menschlichen Abgründe. Zwischen den Verhandlungen nehmen Anwalt und Richter gerne mal schnell einen Cognac oder geben haarsträubende Einblicke in ihr Berufsleben.

Personen und Einsätze

Susanne Striezel (116)
Die Betreiberin des legendären Cafés „Schluss-Strich“, mit dem sie von ihrem Ex-Mann abgefunden wurde, ist seit der Scheidung eine Gegnerin der Institution Ehe. Trotzdem ist sie immer sehr daran interessiert, was sich bei ihren Gäste-Paaren so abspielt.

Melitta Jacobs (95)
Sie ist zwar ebenfalls ein Scheidungs-Opfer, hat aber trotzdem nicht die romantische Sehnsucht nach dem einen Richtigen verloren. Dass sie diesen in fast jedem männlichen Besucher des Cafés vermutet, bringt alle in manch ungewollt komische Situation.

Richter Katt (60)
Kann auch weiblich besetzt werden. Es gibt nichts, was jemanden mit diesem Amt noch schockieren könnte. Dass man dabei den Glauben an die Menschheit behält, dazu hilft Sarkasmus und Kaffee mit Schuss. Angeblich sind die Scheidungsverhandlungen nachmittags witziger als am Morgen ...

Traugott Trenner (65)
Er ist nicht gerade der sympathischste Zeitgenosse. Scheidungsanwalt wurde er nur, weil es ein krisensicheres Geschäft ist. Sein Leben ist langweilig, nimmt aber eine gefährliche Wendung, als er sich an einen wahren Zaubertrank wagt.

Linda Malis (66)
Dass man niemals seine Sandkastenliebe heiraten sollte, hielt sie für eine Binsenweisheit. Jetzt würde sie ihren Ex am liebsten in eben diesem Sandkasten verbuddeln. Die Liebe ist hinweg und Leidenschaft entwickelt man nur noch, um sich einfallsreich zu verletzen.

Benny Malis (65)
Alles, was ihm Linda vorwirft, stimmt so nicht. Aber wüsste sie alles, was er tatsächlich angestellt hat, wäre die Scheidung schon lange vorbei. Da man sich genau kennt, bohrt man in Wunden und holt sämtliche Leichen aus dem Keller.

Marion Frey (68)
Sie ist zum Jahrestag der Scheidung angereist. Das hatte sie ihrem ehemaligen Gatten versprochen. Schließlich ist man zivilisiert. Oder möchte sie nur sehen, dass er ohne sie nicht zurechtkommt?

Jochen Willig (63)
Eigentlich fehlt ihm seine Marion sehr, aber wie sieht das denn aus, wenn man ein Jahr nach der Scheidung immer noch durchhängt? Also Bauch einziehen und fröhlich tun.

Thea Freud (68)
Kann auch männlich besetzt werden. Paar-Therapeuten stellt man sich als glückliche Menschen vor, denn schließlich wissen die von Berufs wegen, wie man miteinander klarkommt. Diese hier weiß nur, wie es nicht geht.

Metzger (49)
Der Lieferant der Konditorei ist sehr speziell. Nicht mal seinen Vornamen kennt man. Aber auch er ist nicht gegen diesen kleinen Funken immun, der eine lodernde Flamme werden kann.

Hella Blievtreu (92)
Sie weiß eigentlich nicht, warum sie überhaupt noch zu den Therapie-Gesprächen geht. Ihr Mann wird sich niemals ändern. Nicht für sie. Als er es doch tut, möchte sie das sofort ändern.

Max Blievtreu (83)
Er will nicht, dass sich etwas ändert. Schon gar nicht er selbst. Und nur, damit das so bleibt, geht er zu dieser Therapie. Er würde ja gern mal auf den Tisch hauen, aber trauen müsste man sich halt.

Bühnenbild

Gemütliches Café mit einer kleinen Theke, mindestens zwei Bistrotische mit jeweils zwei, drei Stühlen, evtl. eine kleine Eckbank. Auf den Tischen Speisekarten, kleine Vasen mit Blumen etc. Eingangstür mit Glocke, hinter der Theke Abgang in Küche, Toilettentür, es gibt auch ein Fenster.

Leseprobe

Für dieses Stück steht Ihnen eine Leseprobe als PDF-Datei zum Anzeigen bzw. zum Download zur Verfügung.

Bestellinformationen

Besetzung:12 Rollen (6w/6m) alternativ 5w/7m oder 7w/5m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 120 Minuten Erschienen bei:Plausus Theaterverlag, Kasernenstr. 56, 53111 Bonn Link zum Verlag:www.plausus.de E-Mail:info@plausus.de