Das Stück spielt am Spielort, 2020: In Zeiten von Corona geht es in der verschlafenen Ortschaft noch verschlafener zu als sonst. Nachdem das Leben lange Zeit stillgestanden hat, darf aufgrund der Lockerungen die lokale Theatergruppe endlich ihr lang erprobtes Stück „Hänsel und Gretel“ aufführen – natürlich mit Abstand dabei und nie mehr als vier Personen auf der Bühne!
Doch die Coronazeit hat Spuren hinterlassen. Die Texte sitzen nicht, die Technik funktioniert nicht, und das Gruppenklima ist zudem miserabel. Die autoritäre Führung durch Regisseurin Thusnelda Strauß und die Allüren des Gruppenstars Arndt Renftling, der als Spezialist für Frauenrollen die Hexe spielen darf, sind dem nicht gerade zuträglich.
Als Valentin und Friederike – die Kinder der im Ort omnipräsenten Bürgermeisterin Ernestine van Lauenborg: – gerade ihren großen Auftritt als Hänsel und Gretel haben und vom Lebkuchenhaus kosten, passiert der Super-GAU: Die Hexe, also Arndt, ist weg!
Nachdem der beherzte Versuch, die Hexe durch den eigentlich als Vater besetzten Johannes Peters zu ersetzen, an mangelndem Schauspieltalent scheitert, ist die Aufführung völlig im Eimer. Und es kommt noch schlimmer …
Thusnelda Strauß (Regisseurin) (54)
Sehr temperamentvoll, regt sich über die schlechte Moral auf. Perfektionistin. Lebt für das Theater. Dem Alkohol nicht ganz abgeneigt.
Katja Becker (Souffleuse) (59)
Ruhige, biedere, unscheinbare Dame, um ein gutes Gruppenklima bemüht.
Valentin van Lauenborg (Rolle des Hänsel) (81) (kann auch weiblich besetzt werden)
Hat nicht wirklich Lust auf das Theaterstück, kann seinen Text nicht. Sohn von Ernestine. Ca. 12 – 15 Jahre
Friederike van Lauenborg (Rolle der Gretel) (93)
Sehr eifrig, außerdem sehr intelligent und ganz schön altklug. Ist tendenziell nett zu den anderen und mag das Theaterspielen. Tochter von Ernestine. Ca. 12 – 15 Jahre
Johannes Peters (Rolle des Vaters) (80) (kann auch weiblich besetzt werden)
Kriegt immer uninteressante Nebenrollen, die er mit viel Theatralik überkompensiert. Wäre gern der Star der Truppe, hat aber nicht das Talent.
Beatrix Adams (Krankenschwester) (95)
Freundliche Dame, sehr lieb, nett und hilfsbereit.
Ernestine van Lauenborg (Bürgermeisterin) (121)
Hat viel Macht und Autorität im Ort. Sehr stolz auf ihre Kinder. Ex-Affäre von Arndt.
Thekla Konradi (Schulrektorin) (125) …
Die Rektorin der van-Lauenborg-Schule. Dame mit viel Autorität und Machtwillen. Wäre auch gern Bürgermeisterin, führt im Gemeinderat die Opposition an. Ebenfalls Ex-Affäre von Arndt.
Udo Mumsdörp (Polizist) (142) (kann auch weiblich besetzt werden)
Einziger Polizist der örtlichen Polizeistation, der nicht in Quarantäne ist. Ist ziemlich faul und macht ständig krank. Konsumiert heimlich Cannabis.
Arndt Renftling (Rolle der Hexe) (kein Auftritt, von ihm wird nur gesprochen)
Begabter Schauspieler. Spezialisiert auf Frauenrollen. Durch Pech nahm seine Profikarriere ein jähes Ende und er musste in seine Heimat zurückkehren, wo er nun in einer Laientheatergruppe aktiv ist. Ist der größte Frauenheld der Stadt.
… und 1 bis 4 Statisten als Begleitungen von Ernestine, Thekla und Beatrix
Der Wald von Hänsel und Gretel. Die Bühne ist zweigeteilt: links der Bereich des Holzfällers mit Baumstumpf und rechts der Wald mit Lebkuchenhaus und Ofen.
Vor der Bühne ein Kasten der Souffleuse. Im Publikum sind in der ersten Reihe Plätze reserviert für die Ehrengäste (Thekla und Anhang; Ernestine und Anhang; Thusnelda).
Das Publikum kann pandemiebedingt mit Abstand bestuhlt sein; solche und andere Anspielungen auf die Pandemiesituation sind aber natürlich optional.
Hinweis:
Musikeinspielungen sind nur optional. Für eventuelle GEMA-Pflicht ist die Theatergruppe selbst verantwortlich.
Besetzung:6w 3m (alternativ 7w/2m; 8w/1m; 9w/0m), dvon 2 Jugendliche möglich + 1-4 Statisten Zeit:2020 Spielzeit:ca. 120 Minuten Erschienen bei:Plausus Theaterverlag, Kasernenstr. 56, 53111 Bonn Link zum Verlag:www.plausus.de E-Mail:info@plausus.de