Die verfeindeten Geschwister Wolfgang, Christiane und Ursula Lüttbarger erben gemeinsam ein altes, verfallenes Schloss und die notwendigen Mittel, um daraus ein komfortables Hotel zu machen. Allerdings nur unter der Bedingung, dass sie dies zusammen durchführen. Einer ohne die anderen geht gar nicht. Und zum Beweis müssen sie erst mal die nächsten 14 Tage zusammen im Schloss verbringen, ohne sich zu streiten. Oder jedenfalls, ohne dass es jemand mitbekommt. Familienanwalt Siegfried Roy verliest das Testament und kündigt an, immer mal vorbeischauen zu wollen, ob die Bedingungen eingehalten werden.
Auch das Hausmeisterpaar Susi und Rocky, das im Schloss lebt und reichlich seltsam ist, mischt überall mit. Das Arbeiten haben sie nicht gerade erfunden und wollen auf gar keinen Fall mit so schrecklichen Dingen wie Renovieren, Küchentätigkeit, Gartenarbeit u. ä. belästigt werden. Denn eigentlich sind die beiden gar keine Hausmeister; sondern ein steckbrieflich gesuchtes Gaunerpärchen, das die Beute aus dem letzten Überfall ausgerechnet im Kamin der Schlosshalle verborgen hat und nun alles tut, um nicht aufzufallen.
Zu ihrem nicht geringen Entsetzen stellen sie fest, dass es in dem alten Schloss spukt. Ferdinandus und Jolanthe von Lüttbarger-Snarrenhüser, ein vor 400 Jahren auf mysteriöse Weise verstorbenes Ehepaar, versucht alles, um sich einzumischen. Die beiden konnten sich schon früher absolut nicht leiden und waren selten einer Meinung; in einem aber sind sie ein Herz und eine Seele: Auf gar keinen Fall soll aus dem stolzen Schloss ein gewöhnliches Hotel werden.
Kompliziert wird es so richtig, als Steffen Speelbörg, ein Regisseur, mit seinem völlig überkandidelten Star Lina La Monde anreist, der das alte Schloss als Kulisse für einen Film nehmen will. Und dann taucht auch noch Otto Snarrenhüser auf, der ebenfalls Besitzansprüche anmeldet. Begleitet wird er von seiner Tochter Tessa, einem reichlich vorwitzigen Teenie, der als einziger imstande ist, Ferdinandus und Jolanthe zu sehen und mit ihnen zu sprechen – sehr zu deren Entsetzen.
Christiane Lüttbarger
Ursula Lüttbarger
Max Lüttbarger
Die Geschwister Lüttbarger, Erben des Schlosses und einer Million – wenn sie sich vertragen
Ferdinandus von Lüttbarger-Snarrenhüser
Jolanthe von Lüttbarger-Snarrenhüser
Die Gespenster, seit 400 Jahren tot, auf merkwürdige Art umgekommene Vorfahren der Lüttbargers sowie der Snarrenhüser.
Otto Snarrenhüser
Tessa Snarrenhüser, Ottos Tochter
Die gegnerische Familie.
Steffen Speelbörg
Lina La Monde
Der Regisseur und sein Star.
Rocky
Susi
Die Ganoven.
Siegfried Roy
Der Anwalt.
Eine Schlosshalle; ein zentraler Kamin, ein hoher Eichenstuhl, alter Tisch etc. Vielleicht eine Ritterrüstung in einer Ecke, Waffen an der Wand oder ein Gobelin o. ä.
Ganz wichtig: Zwei Porträts mit den Gesichtern von Jolanthe und Ferdinandus. Einige kleine Beistelltischchen.
Türen: Eine zur Schlosshalle nach rechts und eine Eingangstür an der Rückseite, zu weiteren Räumen geht es nach links.
Besetzung:6w 6m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 100 Min. Erschienen bei:Plausus Theaterverlag, Kasernenstr. 56, 53111 Bonn Link zum Verlag:www.plausus.de E-Mail:info@plausus.de