Malte will es noch einmal wissen und erbeutet auf seine alten Tage 500.000 Euro bei einem Banküberfall. Doch auf der Flucht macht ihm wieder einmal die zunehmende Arthrose zu schaffen, und so taucht er kurzerhand in der Seniorenresidenz „Haus der Freunde“ unter. Aber schnell stellt er fest: Dies Haus ist schlimmer als Arthrose! Denn hier findet scheinbar alles Platz, was glaubt, früher einmal in der Schauspielerei, Kriminalschriftstellerei, den städtischen Verkehrsbetrieben oder sonst wo Rang und Namen gehabt zu haben.
Und wer nicht glaubt, prominent gewesen zu sein, bereitet sich entweder auf den nahenden Weltuntergang vor oder versucht ehrenamtlich die richtigen Worte zu finden und das ganze Chaos mit Kaffee und Kuchen zu versorgen.
Als Malte schließlich nicht nur als Mann „vereinnahmt“ wird und seine Beute samt aller Habseligkeiten und Pistole ständig die Besitzer wechseln, droht dies Haus auch für ihn zur Endstation zu werden.
Malte Knocks
unter Arthrose leidender „Senior-Bankräuber“ auf der Flucht, der samt Beute in der Seniorenresidenz untertaucht – und mit Haut und Haaren vereinnahmt wird.
Bernd Papenborg
Hauptkommissar, sein vermutlich letzter großer Fall vor der Pensionierung.
Rudi Roserunge
geht als älterer Pfleger dank Enkeltochter immer mit der Zeit.
Fritz Gnatzel
Heimleiter zwischen Routine und Weltuntergang.
Klaus Hoppmann
ältester Bewohner, früher Technischer Leiter der Verkehrsbetriebe.
Hera Blank
Bewohnerin, Krimiautorin, verbündet sich mit dem Bankräuber und verliebt sich schließlich in ihn.
Berta Düwell
Bewohnerin, alte Schauspiel-Diva, war früher an den großen Bühnen der Welt zu Hause und vermittelt allerorts – gefragt und ungefragt – Kultur.
Ester Dammann
Bewohnerin, hat den Weltuntergang errechnet und bereitet sich akribisch darauf vor. Vor allem mit Lebensmitteln und einer Segeljolle.
Gunde Freudenberg
ältere ehrenamtliche Helferin; kommt regelmäßig, um alle mit Kuchen und ähnlichem zu versorgen; spricht allen Mut zu. Allerdings mit Talent für die am wenigsten passenden Worte und dem Gespür für die schlechtesten Momente.
Rena Saatoff
Schwester, ausgestattet mit nervtötender Fürsorge.
Der Tagesraum „Fit und aktiv“ der Seniorenresidenz. Nach hinten eine Terrassentür mit Blick in einen Park. Links und rechts neben der Terrassentür Vorhänge. Darüber ein Schild „Rosengarten“. Rechts daneben ein Fenster.
Zwischen Fenster und Terrassentür hängt ein Bild, das durch Präparieren an der Rückwand von der Wand fallen kann. Rechts ein zur Schlafcouch umfunktioniertes Sofa, in der Mitte vier Sessel. Links ein Schreibtisch mit Stuhl. Auf dem Schreibtisch ein Telefon. Daneben liegt ein Kartenspiel.
An den Wänden einige Plakate, wie sie in Seniorenheimen zu finden sind. Vorne links eine Tür zum Abstellraum. Hinten links eine Tür zum Eingang. Rechts eine Tür mit einem Hinweisschild „Zu den Unterkünften“.
Vorne rechts ein Fernseher, der mit der Rückseite dem Publikum zugewandt ist.
Besetzung:5w 5m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 120 Min.- Erschienen bei:Plausus Theaterverlag, Kasernenstr. 56, 53111 Bonn E-Mail:info@plausus.de