Logo von Theater up platt

Tweemal Heven un trüch

Originaltitel: Zweimal Himmel und zurück

Eine „himmlische“ Komödie von Regina Harlander. Ins Plattdeutsche übertragen von Heino Buerhoop

Zum Stück

Was tun, wenn beim geplanten Banküberfall alles aus dem Ruder läuft und man sich plötzlich von Polizisten umstellt sieht? Mit diesem Problem konfrontiert entschließt sich „Rennbahn-Kurt“, die einsetzende Verfolgungsjagd durch einen beherzten Sprung von der nahen Brücke zu beenden. Noch weiß er nicht, dass seine Kurzschlussreaktion zwar die Polizisten abgeschüttelt hat, jedoch trotzdem nicht ohne Folgen geblieben ist.

Seine Seele hat sich auf den Weg ins Jenseits gemacht, und dort wartet bereits der Erzengel Uriel auf ihn, um die Entscheidung zu treffen, in welche Richtung dieser Weg weiterführt. Dass Kurts Sündenregister etliche Einträge zieren, spricht eindeutig dafür, ihm den Zutritt ins Himmelreich zu verwehren. Eine Situation, von der auch „Engels-Anwärter“ Aloisius ein Liedchen singen kann, denn auch er wartet bereits seit Jahren vor der Himmelspforte auf Einlass. Dass dieser auch Kurt verwehrt bleiben wird, daraus macht Uriel kein Hehl.

Doch wohin mit der schuldbeladenen Seele, wenn sowohl Fegefeuer als auch Hölle gnadenlos überbelegt sind? Auch gilt es, jegliches Aufsehen an „höchster Stelle“ zu vermeiden, denn Uriel wartet bereits seit Jahren auf eine Beförderung. Kurz entschlossen schickt er Kurt also mit „neuer Identität“ zurück auf die Erde, um ihn dort Buße tun zu lassen.

Als „Pfarrer Bärnboom“ soll Kurt in einer „sündigen“ Gemeinde fortan fromme Taten vollbringen. Da Uriel der ewig jammernde Aloisius ebenfalls ein Dorn im Auge ist, schickt er diesen kurzerhand mit auf die Erde, wo ihn außer Kurt niemand hören und sehen kann.

Im Pfarrhaus beginnen für die beiden zahlreiche Schwierigkeiten, zumal Kurt leider wenig Talent dafür zeigt, einen frommen Seelsorger zu verkörpern. Und auch die ortsansässigen „schwarzen Schafe“ tun ihr Übriges, den beiden ihre Aufgaben zu erschweren. Ob sie es trotzdem schaffen, durch ihr Handeln Uriels Gnade und somit Einlass ins Paradies zu erlangen? Eine „himmlische“ Mission nimmt ihren Lauf...

Personen und Einsätze

Kurt (271)
bekannt als „Rennbahn-Kurt“, verdient sein Geld mit Wetten aller Art, hat eine bewegte Vergangenheit; nach einem Banküberfall findet er sich plötzlich im Vorzimmer zum Himmel wieder. Alter: um die 50 (auch etwas jünger oder älter möglich).

Aloisius (209)
„Engels-Anwärter“, tut seit Jahren Buße und wünscht sich sehnlichst Einlass ins Paradies; pfiffiges Wesen, hat auch diverse Sünden auf dem Kerbholz. Alter: nicht mehr so jung, ansonsten beliebig.

Erzengel Uriel (67)
Wächter des Paradieses, streng und würdevoll, die ständig wachsenden Belegzahlen in Hölle und Fegefeuer machen ihm arg zu schaffen.

Thea (103)
Haushälterin beim Pastor; misst ihrer Position große Bedeutung bei, nicht mehr ganz jung.

Rosa (83)
Leiterin des Kirchenchors, ledig, sehr neugierig, macht sich gern wichtig, nicht mehr so jung.

Richard Rookfatt (94)
örtlicher Bürgermeister, cholerische Natur, hält sich für den Mittelpunkt der Welt, behandelt seine Mitmenschen nicht mit dem nötigen Respekt, nimmt es mit dem Gesetz nicht so genau. Mittleres Alter.

Edeltraud Rookfatt (51)
Richards Frau; hat unter seiner bestimmenden Art oft zu leisen, äußerst gutmütig, hat offensichtlich ein Geheimnis. Alter passend zu Richard.

Birgit Rookfatt (44)
die gemeinsame Tochter; blickt hinter die Fassade des Vaters, „helles Köpfchen“. Alter: ca. 20.

Zwei namenlose Engel – Kinder / Minirollen
Sowohl männliche als auch weibliche Besetzung (Kinder oder Jugendliche) möglich; Statistenrollen im 1. Akt mit wenig Text.

Zwei Männerstimmen aus dem Off
Im 1. Akt – Die Personen treten nicht auf auf der Bühne in Erscheinung. Die entsprechende Szene kann auch vorher auf Band aufgezeichnet werden.

Bühnenbild

Bühnenbild 1. Akt

Eine Art „Vorzimmer“ zum Himmel. Der Fantasie sind hierbei keinerlei Grenzen gesetzt. Zur Deko können z. B. „Wolken“, Engelsfiguren, diverse Kerzenhalter bzw. im Hintergrund gerne auch ein „Himmelstor“ oder eine „Himmelstreppe“ verwendet werden. Seitlich rechts hinter den Kulissen befindet sich ein Steh-/Rednerpult, evtl. ebenfalls entsprechend dekoriert/verziert. Der Einfachheit halber könnte das Bühnenbild aus dem zweiten bzw. dritten Akt auch beispielsweise mit weißen und/oder blauen Stoffbahnen/Vorhängen abgehängt werden, um den späteren Bühnenumbau zu erleichtern. Benötigte Requisiten sind ggf. beim jeweiligen Auftritt mit angegeben.

Bühnenbild 2. und 3. Akt

Die Wohnstube des örtlichen Pfarrhauses. Die Bühne hat insgesamt zwei Aufgänge. Eine Zimmertür an der Rückseite kennzeichnet den Zugang zum Flur und von dort auch den Ausgang ins Freie. Eine Zimmertür auf der rechten Seite deutet den Eingang zur Küche des Hauses an. Die Ausstattung ist freundlich und sauber und den Gegebenheiten eines Pfarrhauses entsprechend angepasst. Notwendige Einrichtungsgegenstände sind ein Tisch mit einigen Sitzgelegenheiten sowie eine Vitrine/Sideboard usw. als Aufbewahrungsmöglichkeit für diverse Requisiten. Weitere Ausstattung nach Belieben.

Benötigte Requisiten sind ggf. beim jeweiligen Auftritt mit angegeben.

Leseprobe

Für dieses Stück steht Ihnen eine Leseprobe als PDF-Datei zum Anzeigen bzw. zum Download zur Verfügung.

Bestellinformationen

Besetzung:4m 4w plus 2 Minirollen Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 110 Minuten Erschienen bei:Plausus Theaterverlag, Kasernenstr. 56, 53111 Bonn Link zum Verlag:www.plausus.de E-Mail:info@plausus.de