Amelia kommt zurück! Und damit beginnt für den Schriftsteller Lewis Paine und seinen besten Freund Nick eine atemberaubende Parforce-Tour. Lewis, gerade noch bereit, sich in seiner Einsamkeit das Leben zu nehmen, fiebert nun dem Valentinstag entgegen, an dem Amelia, die ihn erst vor kurzem verlassen hat, zurückkommen will.
Und Nick, Amelias erster Mann, scheint die große Liebe seines Lebens auch noch nicht überwunden zu haben. Amelia hat nämlich noch einen entscheidenden Vorteil vor beiden Männern: Sie ist stinkreich ... Das ist aber nur der Ausgangspunkt für die turbulente Farce, in der uns Autor Barry Creyton von einer Überraschung in die nächste jagt.
Denn es ist nicht Amelia, die im zweiten Akt auftaucht, sondern ein – ziemlich perfektes – Imitat, mit dem Anwalt Arnold an Amelias Geld kommen will. Da sich im Verlauf der immer verrückteren Handlung aber schließlich drei Amelias und ein von Nick gedungener Killer, der auf Amelia angesetzt ist, in Lewis' Wohnung tummeln, beginnt ein hektisches Durcheinander...
Schneller, überraschender und zwerchfellerschütternder kann eine Farce kaum sein! (Inhalt übernommen von "Valentinstag (Creyton)")
Kai Peine
Mitte 40, alte Schule, wirkt niedergeschlagen
Nikolaus (Nick) Martins
Mitte 40, möchte jung wirken, aggressiv, zynisch
Franziska (Fran)
35 – 40 J., burschikos, dunkles Haar
Monika Wittbach
Mitte 40, drall, leuchtend rote Haare
Ria Ripke
Ende 20, Polizistin, gekräuselte Haare
Arno
Mitte 40, charmant, starke Wirkung auf Frauen
Aguzzo
(voll schweigsam) Mitte 30, italienischer Typ, kraftvoll
Amalie
(imaginäre Mitwirkung) siehe Anmerkung!
Die Wirkung des zweiten Aktes hängt von der optischen Überraschung der Auftritte der vier „Amalies“ ab.
Wegen des Wiedererkennungseffektes sollte für das Amalie-Poträt die erste Schauspielerin, die in dieser Eigenschaft auftritt, als Vorbild dienen: Ria.
Für die Rolle der Amalie sollten Kostüme entworfen werden, bevor das Porträt erstellt wird. Dies gilt auch für die Besetzung der Rollen. Alle Kostüme sollten auf Anhieb als dasjenige im Gemälde erkennbar und diesem in Stoff, Stil und Farbe angeglichen sein; dennoch sollten die Kostüme leichte Unterschiede aufweisen, die die Persönlichkeit der jeweiligen Darstellerin wiederspiegeln.
Um die Erwartung des Publikums zu bedienen, dass Amalie wirklich auftreten wird, sollte im Programmheft eine kurze „erfundene“ Biografie aufgeführt werden:
Amalie
Nora Norden
Nora Norden ist in Klanxbüll, Schleswig-Holstein, zur Welt gekommen. Durch die Nähe zur dänischen Grenze erlernte sie neben der plattdeutschen Sprache von „Oma und Opa“ auch dänisch und in der Schulausbildung englisch, französisch und niederländisch. Aufgrund ihrer Sprachbegabung hat sie jeweils in den Ländern Beschäftigungen übernommen, in denen sie ihre Kenntnisse verfestigen konnte. Ihre norddeutsche Herkunft war allerdings auch öfter der Anlass, dass sie in hiesigen Wirtschaftsbereichen von Fachkreisen mit internationalen Geschäftsverbindungen angefordert wurde. Ihr Hobby, dem Theater, hat sie bei sich bietenden Gelegenheiten genutzt, um an den jeweiligen Standorten kleinere Rollen zu übernehmen. So auch diesmal bei uns in (Spielort), wo sie erstmalig eine Dame der Schickeria im „Valentinsdag“ darstellt.
Eine Dachterrassenwohnung im 14. Stock eines älteren Appartement-Gebäudes. In der Bühnentiefe ist ein schmaler Flur mit der Wohnungstür sichtbar. Ebenfalls sichtbar im Eingangsbereich sind eine Schranktür (links) und, dieser gegenüber, eine Tür zum Gäste-WC.
Ein gewölbter Durchgang neben der Toilettentür führt zu einem Schlafzimmer und einem danebenliegenden Bad (rechts, im Off). Einige Stufen führen vom Flur nach unten ins Wohnzimmer.
Vom Flur aus links geht eine Verandatür auf eine schmale Terrasse mit einem niedrigen Geländer. Vom Dach des Gebäudes geht eine Feuerleiter herunter zur Terrasse bzw. zum Dach. Auf der Bühne vorn links ist eine L-förmige Bar, mit einer Messingstange in Höhe des Tresens. Hinter den Regalen der Bar ist ein Spiegel.
Auf der Bühne Mitte rechts befindet sich zwischen Einbau-Bücherregalen ein Kamin. An der Rampe rechts führt eine Doppeltür (Schiebe- oder Pendeltüren) zum Esszimmer und der Küche (rechts, im Off). Am Kamin steht ein ziemlich abgenutzter Regie-Stuhl.
An der Rampe links steht ein Spieltisch, sowie ein weiterer zusammenklappbarer Stuhl; auf dem Tisch eine alte tragbare Schreibmaschine.
Die spärliche Einrichtung lässt den großen Raum noch leerer und nüchterner wirken. Verblasste Stellen auf der Tapete lassen erkennen, dass an den Wänden einmal Bilder hingen. Obwohl die Wohnung nun kahl und trüb wirkt, vermittelt sie doch den Eindruck, dass sie vor kurzem geschmackvoll und teuer eingerichtet war.
An der Bar stehen Hocker. Im Regal einige Gläser, die nicht zueinander passen, aber keine Flaschen mit alkoholischen Getränken. Auf der Bar eine große Plastikflasche mit billigem Wodka. Auf dem Boden des Zimmers stapeln sich Telefonbücher. Dahinter versteckt befindet sich ein Telefon, das jedoch nicht angeschlossen ist.
Im Bücherregal stehen oder liegen höchstens zwölf Bücher, darunter mehrere Exemplare eines Werkes von Kai Peine, eine protzige Ausgabe mit einem großen Bild von Kai auf dem Umschlag.
Der einzige Hinweis auf früheren Prunk ist ein lebensgroßes Porträt von Amalie, das über dem Kamin hängt. Von der Maltechnik des Künstlers einmal abgesehen, ist Amalie ganz offensichtlich ein Mitglied der „Schickeria“ und dazu eine Schönheit. Ihr Haar ist kurz und blond, der Schnitt zeitlos.
Sie trägt ein schickes zweiteiliges Abendkostümchen, die Farbe ist ein ausgefallenes Blau; um den Hals eine schicke Perlenkette sowie ein Armband aus Perlen. Obwohl dezent, verrät ihre Erscheinung Reichtum, Glanz und gesellschaftliche Stellung. Eine Hand ruht lässig auf der Hüfte und sie blickt uns an mit einem geheimnisvollen Lächeln.
Das Porträt beherrscht den Raum und erstrahlt während des ganzen Stückes in einem eigenen, ganz besonderen Licht.
Besetzung:3w 4m Zeit:Gegenwart Erschienen bei:Vertriebsstelle und Verlag, Buchweizenkoppel 19, 22844 Norderstedt Online bestellen:www.vvb.de E-Mail:info@vvb.de