Als Viola und Gitta, zwei erfolgreiche Singles, Mitte 40, entdecken, dass ihr Liebhaber Gero sie mit der jeweils anderen betrügt, beschließen sie, das Dilemma auf unkonventionelle Art aus der Welt zu schaffen. Sie einigen sich auf „Man-Sharing“; denn beide gut aussehenden Karrierefrauen sind der Meinung, dass sie sich, neben ihren fordernden Berufen, einen „Vollzeitmann“ einfach nicht leisten können.
Gero, männlicher Single, der komplizierte technische Gebrauchsanweisungen übersetzt und gleichzeitig an zwei Romanen schreibt, fühlt sich durch das Arrangement der beiden Damen als absoluter Glückspilz. Kompliziert wird die Lage erst, als Gero, der hochcharmante Frauenheld mit unstillbarem Appetit, die junge Lucie trifft und mit ihr ebenfalls eine Beziehung beginnt. Die heimliche Ausweitung des „Teams“ bringt Gero nicht nur in Begründungsschwierigkeiten Viola und Gitta gegenüber, sie zehrt auch ziemlich an seinen Kräften; so sehr, dass er seine Ex-Frau Asta, eine Internistin, nicht nur zum jährlichen Gesundheitscheck aufsuchen muss, sondern sich gezwungen sieht, sie immer öfter zu konsultieren, um sie um aufbauende Medikamente zu bitten.
Clever wie sie sind, kommen Viola und Gitta bald auf den „Vertragsbruch“ des Freundes. Sie sind empört und beschließen in einer Krisensitzung die bestmögliche Strafe für den untreuen Gero: den Tod. Passenderweise soll dieser Beschluss durch eine Flasche vergifteten Champagners „vollstreckt“ werden, denn beide Damen haben Gero kennen gelernt, als er ihnen auf einer Party ein Glas dieses edlen Getränkes anbot: Prost, de Damen!
Doch Violas und Gittas Mordabsichten geraten, wie die gesamte Handlung, völlig durcheinander. Und selbst die wahre Regisseurin der mörderischen Inszenierung hat nicht alle Fakten bedacht. Unbeschadet überstehen wird das ironisch-vergnügliche Spiel mit Gefühlen nur der Hund Lola. Wohl deshalb, weil er der „beste Mensch“ ist, den wir in dieser Parodie der Egoismen kennen lernen.
Gero
ein charmanter, gepflegter, genialer Single, Mitte 50
Asta
seine geschiedene Frau, Internistin, auch Mitte 50
Viola und Gitta
erfolgreiche Geschäftsfrauen, ca. Anfang 40
In der Mitte geteilte Bühne, auf der sich zwei deutlich weiblich geprägte Wohnräume befinden. Die Einrichtungen zeigen, dass beide Inhaberinnen erfolgreiche, moderne Damen sind. Es gibt auch optische Hinweise auf die Art und Weise, mit der sie ihr Geld verdienen:
In der (vom Zuschauer aus betrachtet) linken Wohnung sehen wir diverse antiquarische Flaschen, Kolben und Polster, die klar machen, was wir später erfahren werden: Viola Benthuus hat eine Drogerie geerbt und inzwischen eine kleine Drogeriekette etabliert. In der rechten Wohnung befinden sich ungewöhnlich viele designte Beleuchtungs-körper: Gitta Arfeld ist Exportchefin in einer großen Lampenfabrik.
Besetzung:3w 1m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 60 Min. Erschienen bei:Karl Mahnke Theaterverlag GmbH, Hardenbergstraße 6, 10623 Berlin Online bestellen:www.mahnke-verlag.de E-Mail:info@mahnke-verlag.de