Der fidele Teufel Luziferius Sparifankel soll den jungen Bernd zu Untaten anstiften. Dafür erscheint der Beelzebub (Oberster Teufel) in Menschengestalt bei den armen Ziegenbauern.
Die Aufgabe ist für den Sparifankel ein Kinderspiel, wäre da nur nicht das gute, irdische Essen, die weibliche Versuchung oder die Dummheit und Klugheit mancher Leute. Und der verflixte Schnaps!
Die Geschwister Senta und Bernd haben Mühe, ihr Leben auf dem Ziegenbauernhof, den ihre Eltern hinterlassen haben, zu bestreiten. Senta, die zwar fleißig, aber eine grauenhafte Köchin ist, versucht redlich, ihren Bruder von Spitzbübereien ab- und zur Arbeit hinzubringen. Bernd, der von einem besseren Leben träumt, droht dagegen, von seinem Freund Nepomuk zuneiner für ihn ungewöhnlich großen Straftat überredet zu werden.
In dieser Situation erscheint Luziferus, dem von seiner Großmutter die Aufgabe übertragen wurde, Bernd endgültig zu einer Straftat anzustiften. Lucki, wie sich Luziferius nennt, freut sich sehr, endlich wieder gutes, norddeutsches Essen genießen zu können. Auch einem Flirt mit der reichen Frau Goldtaler ist er nicht abgeneigt. Nur auf Schnaps muss er verzichten, da schon die kleinste Menge seine teuflischen Fähigkeiten schwinden lässt.
Graf Ferdinand van Klamm unterhält neben allen Turbulenzen eine heimliche Liebschaft mit Senta, während die sehr vergessliche Frau Unger ihr eigenes Spiel treibt. Und die mannstolle Frau Gunde Blecher hilft Frau Irene Goldtaler bei ihrem nächtlichen Rendezvous.
Die Ereignisse in der dramatischen Nacht überschlagen sich. Das Ende kommt unvermittelt und mit einem Knall.
Dies Stück nutzt zwar oft einen modernen Tonfall und heutige Ausdrücke; dennoch ist die Geschichte in einer unbestimmten, früheren Zeit angesiedelt. Die aktuellere Ausdrucksweise ist hier als Stilmittel gedacht und kein Hinweis auf die Zeit, in der das Stück spielt.
Luziferius „Lucki“ Sparifankel
skurriler Teufel, ca. 30 – 60 Jahre (236 Einsätze)
Senta Geissler
sympathische Ziegenbäuerin, 25 – 40 Jahre (178)
Bernd Geissler
ihr jüngerer Bruder, 20 – 35 Jahre (130)
Ferdinand Graf van Klamm
Landadelsmann, ca. 30 – 50 Jahre (86)
Irene Goldtaler
herbe Großbäuerin, ca. 30 – 60 Jahre (107)
Gunde Blecher
lebenslustige Mittelbäuerin, ca. 30 – 60 Jahre (89)
Hulda Unger
vergessliche Kleinbäuerin, ca. 30 – 50 Jahre (55)
Nepomuk Stutz (Nepo)
Bernds Freund, ca. 25 – 40 Jahre (83)
und
des Teufels Großmutter
nur als Stimme aus dem Off
Das Stück spielt in einer armen, dunklen Bauernstube auf einem kleinen Ziegenhof. Die Einrichtung ist bescheiden. Die Stube wirkt dunkel und hölzern.
Weiße, kahle Wände sind nicht zu sehen. Die Atmosphäre ist düster, eng und einfach. Es gibt einen Tisch mit Bank oder Stühlen.
An der Zimmerdecke ist ein loses Brett, hinter dem sich ein Versteck verbirgt. Es gibt mindestens eine Lampe, da der dritte Akt zum großen Teil nachts spielt.
Es gibt drei Türen in dem niedrig wirkenden Raum. Eine nach draußen, eine zur Küche und zu den anderen Wohnräumen, eine Richtung Ziegenstall.
Die Stube ist behängt mit gestrickten Schals, Decken, Strümpfen, Mützen usw., alles in erdfarben, braun, grau, nicht zu bunt.
Es steht ein großer, alter Spiegel im Raum, den man bewegen kann.
Es muss möglich sein, die Türen wie von Geisterhand schließen zu können!
Besetzung:4w 4m Zeit:Damals Spielzeit:ca. 100 Min. Erschienen bei:Wilhelm-Köhler-Verlag, Rauschbergstr. 3a, 81825 München Link zum Verlag:www.wilhelm-koehler-verlag.de E-Mail:office@wilhelm-koehler-verlag.de