Caroline Kemp ist tot. Zu Lebzeiten eine gefeierte Bühnenschauspielerin in der Provinz, doch zu vermachen hatte sie nichts. Und so treffen sich ihre Erben nach der Beerdigung in ihrem Haus auf dem Land, das sie schon vor Jahren ihrer Schwester Effie überschrieben hatte.
Eine Überraschung gibt es dann aber doch: Ihr Rechtsanwalt verliest einen Brief der Verstorbenen. Ein Verehrer Carolines, der vor Jahrzehnten in die USA ausgewandert war, hatte ihr unter bestimmten Bedingungen ein Millionenvermögen hinterlassen. Leider hat sie das Schreiben der amerikanischen Anwälte versteckt. Eine fieberhafte Suche beginnt.
Als man dieses Schreiben, nach unsäglichen Mühen, endlich entdeckt, gibt es eine Überraschung. Caroline Kemp erbt das amerikanische Vermögen nur, wenn sie ihr achtzigstes Lebensjahr erreicht hat. Was soll man tun? Sie starb genau vierzig Minuten zu früh.
Sämtliche juristischen Finessen müssen durchdacht und besprochen werden, schließlich fiel der Todeszeitpunkt in die Sommerzeit, d.h. eine Stunde wurde ihr abgezogen, eigentlich wurde sie ja 80 Jahre alt. Nachdem die unsinnigsten Pläne und Vorgehensweisen erörtert und wieder verworfen werden, kommt die unerwartete Erlösung schließlich von der Verstorbenen selbst.
Herbert Kemp (229)
Neffe der Verstorbenen, Bauunternehmer, korpulent. Er trägt einen dunklen Anzug, ist äußerst jovial und selbstbewusst; in den Fünfzigern.
Petra Kemp (181)
seine Frau. Sie trägt ein dunkles, schickes Kostüm, ist selbstbewusst und gutaussehend; Anfang 50.
Bine Murrig (127)
Mitbewohnerin von Effie, sie ist schlampig angezogen, mit einer Art Jogginghose und T-Shirt, fast ungeschminkt. Sie ist selbstbewusst und wirkt mürrisch; Mitte Zwanzig
Effie Kemp (340)
Schwester der Verstorbenen, Sie trägt einen flotten, dunklen Hosenanzug, darüber eine Art Cape, wirkt modern, mit flottem Haarschnitt. Macht einen eher unbedarften Eindruck; Anfang Siebzig.
Luise Liebig (161)
Schwester von Herbert Kemp. Sie trägt ein altbackenes Ensemble aus Rock und Bluse, darüber einen dunklen Mantel, sowie eine stabile, dunkle Handtasche. Sie ist etwas fahrig und korpulent; jünger als ihr Bruder.
Hans Liebig (59)
ihr Mann. Pastor von Beruf. Ein bescheidener Mensch im dunklen Anzug, der leicht übersehen wird; wirkt im Gegensatz zu seiner Frau eher schmächtig; Mitte Fünfzig.
Sandra Liebig (149)
ihre Tochter. Etwas hochtrabend. Sie ist äußerst schick gekleidet, ohne Mantel unterwegs, dafür mit ähnlicher Handtasche wie ihre Mutter; Ende Zwanzig.
Tim Renner (115)
Sandras Verlobter. Beamter beim Finanzamt. Er trägt einen teuren, dunklen Anzug und Designer-Slipper aus schwarzem Wildleder. Er macht einen hochtrabenden Eindruck; Mitte Dreißig.
Tobias Meister (103)
Anwalt der Verstorbenen. Ein äußerst netter junger Mann im dunklen Anzug mit Aktentasche; Mitte Dreißig.
Die Bühne zeigt das Wohnzimmer der Villa Kemp, mit großem Sofa, zwei Sessel seitlich davon, alle in einem dezenten Blumenmuster bezogen, mit vielen Kissen im Blumendekor. Diverse Stühle, an den Seitenwänden platziert, und ein niedriger Tisch vor dem Sofa.
An der rückwärtigen Wand steht ein Sideboard, mit Schubfächern und Türen, darauf eine Sammlung von ca. 10 Porzellanfiguren, eine große, leere Vase mit Blumendekor. Darüber hängt ein Gemälde, das die Verstorbene zeigt.
Rechts davon befindet sich ein Fenster mit Fensterbank, darauf ein paar Kakteentöpfe. Links vom Sideboard führt eine Terrassentür in den Garten. An der linken Wand hängt ein Ölgemälde – Blumenstilleben.
Auf der rechten Seite ist eine Tür in die Halle, sie öffnet sich nach innen, und verdeckt im geöffneten Zustand den Stuhl an der rechten Wand. Ein Teppich mit Blumenmuster unter dem Tischchen komplettiert die Einrichtung.
Besetzung:5w, 4m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 100 Minuten Erschienen bei:Plausus Theaterverlag, Kasernenstr. 56, 53111 Bonn Link zum Verlag:www.plausus.de E-Mail:info@plausus.de