Ein Schnellkochtopf zum Hochzeitstag und ein schmutziges Fußballertrikot zum Muttertag, damit soll sich Gerda zufrieden geben. Aber diesmal bringen solche „reizenden Geschenke“ das Fass zum Überlaufen.
Weder Muttertag noch Hochzeitstag bringen Rudi dazu, auch nur einmal an seine Frau zu denken. Wie jeden Sonntagmorgen geht er zum Angeln und wirft die gefangenen Forellen Gerda zum Ausnehmen auf den Küchentisch. Sohn Simon bringt als „Überraschung“ seine Fußballerklamotten zum Waschen, wobei der mit im Haus wohnende Schwager Jann, dessen einzige Passion das Jagen und das Essen sind, in der Waschküche ein geschossenes Reh zwischengelagert hat.
Aber diesmal hat Gerda genug. Sie packt ihre Tasche und nimmt ein paar Tage Auszeit. Rudi und Jann stört das überhaupt nicht. Sie nutzen die Gelegenheit, in einem einschlägigen Lokal zwei angebliche Italienerinnen aufzugabeln, die sie einladen und dazu noch gleichzeitig zum Küchendienst einspannen wollen. Aber dort will Tinas neuer Freund, der Stress mit den Frauen in seiner WG hat, einen Tofu-Kochkurs für Männer abhalten. Rudi und Jann haben alle Hände voll zu tun, die Kinder aus dem Haus zu schaffen.
Dann steht auch noch plötzlich Rudis Schwiegermuter vor der Tür. Als letztlich die italienischen Schönheiten erscheinen, bekommen es die alten Herren knüppeldick heimgezahlt.
Rudi
einfach, rechthaberisch, dominant, macht im Haushalt keinen Finger krumm, lässt sich ständig bedienen, sieht in seiner Frau die Putzfrau und Köchin, leidenschaftlicher Angler; 50-60 Jahre
Gerda
seine Frau, ausgleichend, beschwichtigend, gutmütig, aber nicht auf den Mund gefallen; ca. 50 Jahre
Tina
deren Tochter, selbstbewusst, lässt sich nichts gefallen, hat es faustdick hinter den Ohren; ca. 20 Jahre
Simon
Rudis und Gerdas Sohn, Macho, ganz wie der Vater; frech, ca. 25 Jahre
Jann
Rudis Bruder, tranig, verschlafen, aber liebenswürdig, stets für Essen und Trinken zu begeistern, leidenschaftlicher Jäger; 40-60 Jahre
Anni
Gerdas Freundin, nimmt kein Blatt vor den Mund, robust, schlagfertig; 40-50 Jahre
Alma
Gerdas Mutter, aufgeschlossen, liebenswürdig; ca. 75 Jahre
Bert
Tinas Freund, Öko-Fuzzy, alternativ angehaucht und gekleidet, spricht langsam und bedächtig, cooler Typ, ruhig; 20-30 Jahre
Wohnstube mit Tisch und Stühlen, Sofa, Schrank oder Sideboard, usw; eine Hälfte der Stube ist mit Geweihen und Jagdtrophäen, die andere Hälfte mit Fischen und Utensilien eines Anglers dekoriert.
3 Abgänge: links in den Schlafbereich, Mitte nach draußen, rechts in die Küche; falls möglich, noch zusätzlich eine Nische oder ein weiterer Abgang, der mit einem Vorhang bedeckt ist.
Besetzung:4w 4m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 90 Min. Erschienen bei:Deutscher Theaterverlag, Grabengasse 5, 69469 Weinheim Online bestellen:www.dtver.de E-Mail:theater@dtver.de