Witwe Bärbel stehen aufregende Zeiten ins Haus; denn nur wenige Tage nach der Beerdigung ihres Mannes klopft unerwarteter Besuch an ihre Tür. Friedrich Ernst van Hogen-Peerd, ein reicher Industrieller, ist keineswegs gekommen, um ihr lediglich sein Beileid auszusprechen. Vielmehr überrascht er Bärbel und deren Freundin Elsa mit der Eröffnung, dass der Verstorbene kurz vor seinem Ableben ein hohes Darlehen bei ihm aufgenommen hat!
Bärbel fällt aus allen Wolken, als der Geschäftsmann von ihr verlangt, die Summe in Höhe von 200.000 Euro an ihn zurück zu zahlen. Sollte ihr dies nicht gelingen, so ginge ihr kleines Häuschen in den Besitz von van Hogen-Peerd über. Eine Tatsache, die dem Geschäftsmann äußerst gelegen käme, plant er doch, auf Bärbels Grundstück ein nobles Golfressort zu erstellen.
Glücklicherweise ist aber Bärbels Nichte Simone zur Stelle. Die junge Architektin erkennt sofort das Potential der geplanten Anlage und beabsichtigt, mit Hilfe eines zahlungskräftigen Investors das Projekt selbst zu verwirklichen. In Scheich Abdullah glaubt Simone den geeigneten Geldgeber gefunden zu haben und versucht nun, das Interesse des einflussreichen Mannes zu gewinnen.
Zu diesem Zweck gibt sie Bärbel kurzerhand als Gräfin van Löwenstolt aus, denn der Scheich hat eine große Schwäche für den deutschen Adel. Simones Vorhaben ruft jedoch auch den örtlichen Bürgermeister und dessen Ehefrau Christa auf den Plan. Die beiden hoffen nämlich insgeheim, ebenfalls kräftig an dem geplanten Golfressort zu profitieren. Kurze Zeit später steht tatsächlich Scheich Abdullah nebst Hauptfrau Ahn-Be-haar in der Tür, doch beide sehen dem Bürgermeister und dessen Frau verblüffend ähnlich.
Die Intriganten haben ihre Rechnung allerdings ohne die Haushälterin des Pfarrers gemacht, die mit unendlicher Neugierde und immer währender Präsenz dazu beiträgt, alle in den Wahnsinn zu treiben. Eine irrwitzige Verwechslungskomödie nimmt ihren Lauf …
Bärbel Meissner (195)
seit kurzem verwitwet, gutmütig und ein wenig altmodisch; Mitte – Ende 60
Elsa (179)
Bärbels Freundin, ebenfalls Witwe, etwas weltfremd; ähnliches Alter
Simone Meissner (145)
Bärbels Nichte, hat Architektur studiert, pfiffig und geschäftstüchtig; etwa Mitte 30
Friedrich van Hogen-Peerd (72)
ein reicher Industrieller, betreibt dubiose Geschäfte, sehr gerissen; mittleres Alter
Gerd Riekmann (61)
örtlicher Bürgermeister, steht „unter dem Pantoffel“; Mitte bis Ende 40
Christa Riekmann (73)
dessen Ehefrau, strebt nach Reichtum und Ansehen; passendes Alter
Thea (38)
Haushälterin des Pastors, sehr neugierig und sensationsgierig; mittleres Alter
Hartmut (41)
arbeitet bei der Gemeinde, unterstützt den Bürgermeister bei dessen Plänen; Alter beliebig
Herr/Frau Stahlmann (20)
Mitarbeiter/in der Beteiligungsgesellschaft, (weibl. oder männl. besetzbar) Alter beliebig
Anton (17)
Bärbels verstorbener Ehemann, „erscheint“ ihr im Traum, spricht ausschließlich aus dem Off.
Die Wohnstube in Bärbels Häuschen. Insgesamt zwei Aufgänge: eine Tür an der Rückseite führt zum Hausflur und somit auch ins Freie; eine Zimmertür an der linken Seite deutet den Zugang zu den weiteren Räumen an.
An der rechten Bühnenseite ein Fenster. Die Ausstattung ist einfach und etwas altbacken, aber sauber.
Notwendige Einrichtungsgegenstände: Ein Tisch mit 4 – 5 Sitzmöglichkeiten; restliche Dekoration nach Belieben. Benötigte Requisiten sind gegebenenfalls beim jeweiligen Auftritt mit angegeben.
Besetzung:6w 3m bzw. 5w 4m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 100 Min. Erschienen bei:Plausus Theaterverlag, Kasernenstr. 56, 53111 Bonn Link zum Verlag:www.plausus.de E-Mail:info@plausus.de