Mit dieser Ensemble-Komödie erleben Sie durch ihre besondere Erzählweise, wie die Aussicht auf Geld plötzlich den Charakter prüft. Denn heute sind die Kinder der Meyers gekommen, auch wenn die sich gerade fragen: Wozu eigentlich? Vater Owe und dessen Frau Marianne haben es spannend gemacht, und schon mutmaßen Melina, Axel, Sybilla und Winfried gleich ordentlich drauf los. Und dann wäre da noch Swantje, Winfrieds dauerskeptische Frau, die Owes ausdrücklicher Bitte zum Trotz als einzige Partnerin einfach mitgekommen ist.
Nach anfänglichem Winden eröffnen Owe und Marianne den Kindern eine ebenso einfache wie ungewöhnliche Entscheidung: Es soll das Kind erben, das sich bis zum Schluss um die Eltern kümmert. Damit das möglich ist, sollen die Kinder, die mit ihrer Erbschaft auch jegliche Verantwortung abgeben, schriftlich verzichten. Die Aufregung ist groß. Wie kann man ein Kind für eine Erbschaft in eine derart moralische Alleinhaftung nehmen? Die Geschwister fühlen sich überrumpelt und weisen anfangs noch jegliches Interesse an einer Erbschaft von sich. Geht es doch darum, als Familie zusammen zu halten und sich gemeinsam um die Eltern zu kümmern. Doch nach und nach bröckeln die Fassaden, und so kommt bei jedem der Kinder bis dahin nie Geglaubtes zum Vorschein. Die über viele Jahre erlebte Verbundenheit droht innerhalb weniger Momente zu zerbrechen. Hatte man sich wirklich derart ineinander getäuscht? Aber keine Sorge: das Lachen bleibt Programm. Es bleibt schließlich eine Komödie.
Marianne Meyer
Die Ehegattin des Owe, mit Plänen für das Alter. (65)
Owe Meyer
Familienvater, mit Sinn für rechtzeitige Klarheit. (88)
Dr. Melina Meyer
Tochter der Meyers. Promovierte Kunsthistorikerin. Gibt jetzt Kurse in der Erwachsenenbildung und arbeitet in der Vereinsgaststätte. Liiert mit dem ausgebildeten Altenpfleger Jonas, der heute als Verwaltungsangestellter arbeitet. (100)
Sybilla „Billa“ Meyer
Tochter der Meyers. Kehrt als Globetrotterin in der Familie jeglichen Zivilisationsproblemen zu Hause den Rücken und widmet ihr Leben der Hilfe in Afrika. (86)
Axel Meyer
Sohn der Meyers. Single. Arbeitet im Callcenter und genießt sein Leben mit eigenem „Dreier-BMW“ (146)
Winfried „Winnie“ Müller
Sohn der Meyers. Parkhausbetreuer. Der Nachname seiner Frau Swantje ist nicht das Einzige, was er von ihr übernommen hat. Was nicht ohne Sticheleien bleibt. (120)
Swantje Müller
Wachsame Ehegattin des Winfried. (55)
Ying
Chinesische Haushälterin der Meyers (kann auch männlich besetzt werden) (52)
Hinweis:
Musikeinspielungen sind nur optional. Für eventuelle GEMA-Pflicht ist die Theatergruppe selbst verantwortlich.
Das Wohnzimmer der Meyers in gehobener Ausstattung. An der Wand links ein Durchgang zum Schlafzimmer. Rechts daneben ein Durchgang zum Bad. An der hinteren Wand links angedeutete Treppenstufen, die angedeutet nach leicht rechts hinter eine weiße Stellwand (vornehm gestaltet mit Sprossen wie bei einer Terrassentür) führen. Rechts daneben ein kleines Fenster, rechts daneben eine kleine Kommode mit einem Telefon, einer Skulptur und einer kleinen Blumenvase darauf.
In der Vase stehen sichtlich verwelkte Blumen. Darüber ein Gemälde. Rechts daneben der Durchgang zum Eingang. An der rechten Wand hinten rechts ein Durchgang zum Esszimmer und der Küche. Vom Publikum aus gesehen davor rechts ein Barfach oder eine kleine Bar mit alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken darauf. Vorne rechts ein Kamin. Auf der Bühne vorne links schräg stehend eine Chaiselongue. Hinten waagerecht eine Couch mit einem Kissen darauf, davor ein Couchtisch und rechts schräg stehend eine kleine Couch. Auf dem Couchtisch steht eine sehr große Blumenvase mit einer großen Öffnung.
Besetzung:5w 3m oder 4w 4m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 120 Minuten Erschienen bei:Plausus Theaterverlag, Kasernenstr. 56, 53111 Bonn Link zum Verlag:www.plausus.de E-Mail:info@plausus.de