Mitten in der Nacht des Junggesellenabschieds entführen Vivienne, Roswitha und Cordula den aufgebrachten Bräutigam. Und so landet Boris nach einer halsbrecherischen Entführung in einem Wohnmobil schließlich nicht vor dem Traualtar, sondern im Kloster Theresia Lach bei seiner Ex-Freundin Franzi. Hierhin hatte sie sich nach der Trennung zur eigenen Besinnung zurückgezogen. Doch seit die vorbestraften Hochstaplerinnen Nora und Caro hier ihre Bewährungszeit zu ganz eigenen Zwecken nutzen, bergen diese Mauern scheinbar selbst mehr Geheimnisse als ein Beichtstuhl nach dem Karneval.
So stehen die Versöhnungspläne unserer drei illustren Freundinnen nicht nur unter einem ganz besonders spirituellen Stern. Auch die immer wieder erscheinenden oder buchstäblich herabfallenden Mönche machen die Versöhnungsaktion nicht leichter. Dabei wäre es für Nora und Caro nicht nur wegen der Bewährungshelferin Frau Knesebeck wichtig, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Inzwischen wird Boris nämlich bereits von der Polizei gesucht, und auch Perla, die verheulte Braut, lässt nicht lange auf sich warten …
Boris Timmermann, genannt „Timbo“ (71)
Verhinderter Bräutigam und Ex-Freund von Franzi.
Pater Engel (24)
Priester im Kloster Theresia Lach im Strudel der Ereignisse.
Cordula (102)
Tierarzthelferin und im Besitz von Narkosemitteln. Zugleich Drahtzieherin der Entführung.
Roswitha (83)
Der pessimistische Teil der Frauenfreundschaft.
Vivienne Tempel (78)
Eine echte Freundin, aber mit Bedürfnissen.
Franzi (78)
Ex-Freundin von Boris. Hat sich erfolglos in das Kloster zurückgezogen.
Nora Rolleberg (126)
Diese Rolle kann auch männlich besetzt werden. Nutzt einige Räumlichkeiten des Klosters für ihre gerichtlich verhängte Bewährungszeit. Allerdings nicht nur.
Caro Streberle (102)
Diese Rolle kann auch männlich besetzt werden. Komplizin der Nora und Fan des Cannabisanbaus.
Frau Knesebeck (29)
Diese Rolle kann auch männlich besetzt werden. Zuweilen überforderte Bewährungshelferin (kann als Doppelrolle gespielt werden mit Frau Schlonske).
Frau Schlonske (40)
Diese Rolle kann auch männlich besetzt werden. Ermittelnde Kriminalkommissarin (kann als Doppelrolle gespielt werden mit Frau Knesebeck).
Perla Praunheim (40)
Die versetzte Braut.
Flexible Besetzung hinsichtlich der Altersstruktur möglich: Da es sich bei der verhinderten Hochzeit nicht um eine erste Hochzeit handeln muss, sondern noch dazu auch um eine verhinderte Hochzeit im fortgeschrittenen Alter handeln kann, ist die Besetzung der Rollen auch hinsichtlich der Altersstruktur flexibel möglich. D. h. das Stück ist daher auch mit älteren Schauspielern bzw. Schauspielerinnen besetzbar.
Die Halle inmitten des Klosters Theresa Lach. Die Bühne ist wie in einem Kloster hergerichtet (z. B. mit entsprechenden Bildern von Schutzpatronen etc.).
An einer der Wände ist eine elektrische Lampe angebracht, die wie eine Fackel aussieht. Auf der Bühne ein Sitzsack, ein großer Stuhl wie ein Thron, eine aus Palletten zusammengeschraubte Sitzgelegenheit mit schräger Rückenlehne,
vier Stühle und ein Tisch. Vier weitere Stühle stehen am Rand der Bühne übereinandergestapelt.
Rechts auf der Bühne steht ein kleiner Schreibtisch mit einem Notebook darauf und ein Schreibtischstuhl dahinter. Auf dem Schreibtisch stehen eine Rotweinflasche und ein Weinglas.
An der Wand links ein oben abgerundeter Abgang ohne Tür, eingefasst in Vorhänge.
Rechts daneben steht eine nicht funktionierende Standuhr, in dessen Unterbauschrank sich jemand verstecken können sollte. Der Kasten unter der Uhr ist daher nicht mit einer Scheibe (mit Blick auf das Pendel) versehen, sondern enthält
lediglich eine verschließbare Tür. Es hängt jedoch ein Pendel darin, der leicht herausnehmbar sein sollte. Diese Wanduhr kann jedoch bei Bedarf auch an einer anderen Stelle der Bühne positioniert werden.
An der Wand hinten links oben ein abgerundeter Abgang ohne Tür, über dem ein Kreuz angebracht ist. Der Abgang ist ebenfalls eingefasst in Vorhänge. Rechts daneben ein altes Klosterfenster. Rechts daneben ein Schrank, der begehbar sein
sollte, damit einer der Schauspieler darin versteckt werden kann.
An der Wand rechts ein oben abgerundeter Abgang ohne Tür, eingefasst in Vorhänge, daneben rechts oder links ein angedeuteter Kamin. Neben dem Kamin steht Kamingeschirr (Feuerhaken etc.).
Bühnenbildvorschlag besonders für Freilichtbühnen:
Das Stück spielt inmitten der Halle des Klosters Theresa Lach (oder jedes andere beliebige Kloster). Links und rechts daneben könnten mit entsprechenden Kulissen die Klostermauern mit Öffnungen für Fenster oder Reste dieser Mauern
dargestellt werden sowie ein Friedhof mit Grabsteinen, Gedenktafeln, Kreuzen, etwas unheimlichen Skulpturen, Büschen und ähnliches.
Etwas abseits könnten zwei Hinweisschilder mit je einem Pfeil stehen. In Richtung Bühne mit der Aufschrift „Kloster Theresia Lach 200 Meter“.
Je nach Platz und Möglichkeiten kann das Bühnenbild noch weiter ausgestaltet werden. Zum Beispiel mit einer Zugglocke am Eingang, die vor dem Betreten anstelle des Klopfens zum Läuten betätigt werden könnte.
Das Kloster könnte auch einen Namen tragen, der zum Aufführungsort passt. Es könnten auch die Programmhefte wie Informationsblätter zum Kloster gestaltet werden.
Hinweise
Musikeinspielungen sind nur optional. Für eventuelle GEMA-Pflicht ist die Theatergruppe selbst verantwortlich. Eine Graphik zur Gestaltung von Flyern und Plakaten kann beim Verlag angefordert werden.
Besetzung:11 Rollen (9w 2m) – Besetzung variabel mit 10-11 Personen (5-9w 2-6m) + Statisten (optional) Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 120 Minuten Erschienen bei:Plausus Theaterverlag, Kasernenstr. 56, 53111 Bonn Link zum Verlag:www.plausus.de E-Mail:info@plausus.de