In der kleinen Ortschaft Schwingenborg ist die Scheidungs- und Trennungsrate unter den Paaren sehr hoch. Auch bei Familie Obermann kriselt es schon länger. Opa Franz Obermann und Schwiegersohn Rudi verbringen mehr Zeit im Wirtshaus als bei ihren Frauen. Sie sind lieblos, schlampig und unaufmerksam. Oma Maria Obermann und ihre Tochter Claudia verbringen, wenn sie mal nicht über ihre Männer schimpfen, die meiste Zeit im Internet beim Online-Shopping. Und da ist auch noch die Enkelin Miriam, die schon längst erkannt hat, dass die Männer in Schwingenborg nichts taugen, wenn man mal von Pastor Stefan Wienfort absieht, der zumindest eine große Hilfe ist, wenn man mit dem Computer Probleme hat. Das einzige Paar in Schwingenborg, das eine tolle und liebevolle Beziehung führt, sind Helmut und Brigitte bzw. Bärli und Pussycat, wie sie sich gegenseitig nennen. Der Frauenbund hat längst erkannt: In Schwingenborg muss sich was ändern. Und so hat man einen Wettbewerb ausgerufen, der lautet: Wer ist das Traumpaar von Schwingenborg? Zu gewinnen gibt es ein Wellnesswochenende. Pastor Wienfort begleitet diesen Wettbewerb in Facebook und auf Instagram. Anhand der Kommentare und Likes soll der Gewinner ermittelt werden. Natürlich wollen auch Maria und Claudia Obermann dieses Wochenende gewinnen.
Aber mit ihren Ehemännern haben sie nicht den Hauch einer Chance. Da trifft es sich gut, dass die beiden Frauen beim Internet-Shopping auf die chinesische Firma „Best Friend Of My Life“ stoßen. Hier werden Roboter hergestellt, die nicht nur die ganze Hausarbeit erledigen, sondern auch den Frauen alle Wünsche von den Augen ablesen und sie von früh bis spät verwöhnen. Das Aussehen der Roboter ist dabei frei wählbar. Da ihre Männer sowieso einen Mallorca-Urlaub planen, bestellen sich Maria und Claudia Obermann jeweils solche Roboter und wählen für diese das Aussehen ihrer Männer, um bei der Gelegenheit auch gleich den Wettbewerb „Traumpaar von Schwingenborg“ zu gewinnen. Aber Franz und Rudi kommen ihren Frauen auf die Schliche, stornieren ihren Urlaub und erscheinen als Roboter am Hof. Natürlich wollen sie ihren Frauen klar machen, dass so ein Roboter auch seine Tücken hat und mehr falsch als richtig macht. Doppelt schwer ist das Ganze für die Frauen, weil ständig Helmut und Brigitte auf dem Hof auftauchen und demonstrieren, wie eine liebevolle Partnerschaft aussieht, und weil auch der Pastor immer wieder vorbeischaut und das Fiasko mit den Robotern live für das Internet filmt und kommentiert. Als dann auch noch die richtigen Roboter geliefert werden, bricht das pure Chaos aus. Letztlich stellt sich die Frage: Kann ein Roboter den Ehemann ersetzen? Und wer ist das Traumpaar von Schwingenborg?
Franz Obermann
Landwirt, ca. 60-70 Jahre (146 Einsätze)
Maria Obermann
Ehefrau von Franz, ca. 60 Jahre (178 Einsätze)
Claudia Obermann
deren Tochter, ca. 40 Jahre (201 Einsätze)
Rudi Obermann
Schwiegersohn, ca. 40-50 Jahre (203 Einsätze)
Miriam Obermann
Enkelin, ca. 16-18 Jahre (133 Einsätze)
Stefan Wienfort
Pastor von Schwingendörp, ca. 30-40 Jahre (73 Einsätze)
Helmut
Traumehemann des Ortes, ca. 40-50 Jahre (73 Einsätze)
Brigitte
Ehefrau von Helmut, ca. 40-50 Jahre (122 Einsätze)
Bauernstube mit zwei Türen. Die rechte Tür führt ins Freie. Die linke Tür ins Hausinnere. Das Stück ließe sich aber auch mit einer Tür spielen. Neben der rechten Tür ist eine Garderobe. In der Mitte steht ein Tisch mit sechs Stühlen. An der Wand stehen je nach Größe der Bühne Schränke, Kommoden mit Schubläden, eine kleine Couch und ein Kühlschrank. In einer Ecke steht noch ein Bügelbrett. Dieses wird für den 3. Akt gebraucht.
Besetzung:4w 4m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 120 Min. Erschienen bei:Wilhelm-Köhler-Verlag, Rauschbergstr. 3a, 81825 München Link zum Verlag:www.wilhelm-koehler-verlag.de E-Mail:office@wilhelm-koehler-verlag.de